Wie finanziere ich meinen Auslandsaufenthalt? – Coras Ratgeber

Du möchtest dich gerne in einem Land, des sogenannten globalen Südens (früher nannte man diese Länder auch Entwicklungs- und Schwellenländer) engagieren, hast aber Bedenken wegen der Finanzierung?
Dann möchte ich dir heute das Programm “Konkreter Friedensdienst” der Landesregierung NRW vorstellen.

Was ist das Programm “Konkreter Friedensdienst”?

• es ist ein Förderprogramm für junge Erwachsene aus NRW, welche sich

• eine praktische Mitarbeit in Projekten in Ländern, des sogenannten globalen Südens, engagieren wollen

• Zuschüsse erhalten junge Menschen mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen, im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, als Einzelpersonen oder als Mitglieder von Gruppen, die in einem Entwicklungsprojekt arbeiten wollen und arbeitslose, junge Berufstätige und sich in der Ausbildung befindende Antragstellerinnen und Antragsteller können hinsichtlich der Altersgrenze bis zum 27. Lebensjahr zugelassen werden.

Durch das Programm sollen die TeilnehmerInnen die Möglichkeit bekommen, die Kulturen und Lebensverhältnisse in Entwicklungsländern kennen zu lernen, konkrete Wirkungen und Zusammenhänge des weltweiten Entwicklungsgefälles wahr zu nehmen und nach ihrer Rückkehr ihre Erkenntnisse und Erfahrungen weiter zu geben.

Meine Erfahrungen mit dem Programm “konkreter Friedensdienst”:
Ich studiere Soziale Arbeit und habe mein Praxissemester in Südafrika absolviert, dabei wurde ich durch das Programm “konkreten Friedensdienst” gefördert. Ich habe als Teilnehmerin der Weiterbildung “Junge Soziale Arbeit in der Entwicklungszusammenarbeit” eine Zuschuss für meine Reisekosten bekommen. Da ich bereits meine Projektstelle hatte, konnte ich direkt den Antrag bei ENGAGEMENT GLOBAL einreichen und habe diese auch bewilligt bekommen.


Als Vorbereitung auf meinen Auslandsaufenthalt habe ich zwei Vorbereitungsseminare von ENGAGEMENT GLOBAL besucht in denen ich viele andere junge Menschen kennenlernen durfte, die auch an einem Projekt im Ausland teilnehmen. Diese Seminare fand ich sehr hilfreich und ich habe mich an den zwei Wochenenden intensiv mit meinem Auslandsaufenthalt auseinander gesetzt und Unterstützung bei der Vorbereitung erhalten.

Kurz vor meinem Abflug habe ich den ersten Teil meiner Förderung erhalten. Da es sich bei der Förderung um maximal 950 Euro handelt, kann man sich davon alleine natürlich nicht den Auslandsaufenthalt finanzieren, da z.B. im meinem Fall der ganze Zuschuss für die Flüge “drauf ging”.


Deshalb hab ich noch ein paar Tipps für weitere Finanzierungsmöglichkeiten:

  • arbeiten gehen, ich habe bevor ich ins Ausland gegangen bin ab und an eine Doppelschicht eingelegt, um in der Not auch etwas auf der “Kante” zu haben.
  • Familie und Freunde über das Projekt informieren und um einen kleinen Zuschuss bitten
  • Bafög bzw. Auslands-Bafög beantragen
  • online recherchieren welche Fördermöglichkeiten noch bestehen z.B. bei Stiftungen etc.

Es kommt immer auf das Zielland an, wie hoch die Lebenserhaltungskosten dort sind. Doch man hat nicht immer die Möglichkeit im Ausland zu sein und deshalb sollte man sich das Land auch ansehen können.


Daher meine Spartipps für das Leben vor Ort:

  • weniger essen gehen und lieber selbst kochen am besten mit Mitbewohnern und dann die Kosten für die Lebensmitteln teilen
  • Kosten teilen, wann immer es geht” z.B. wenn man ein Auto mieten möchte, jemanden finden, mit dem man die Kosten teilen kann
  • viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren (sofern sie Sicherheitstechnisch in Ordnung sind)
  • Achtung vor Touristenfallen (bei Restaurants/Ausflügen/Attraktionen/Märkte etc.) immer besser einen Einheimischen zuerst um Rat fragen.

Nach meinem Auslandsaufenthalt fand noch eine Zertifikatsverleihung statt, bei der ich einen Nachweis für mein Engagement im Ausland bekommen habe. Zudem gab es auch ein Nachbereitungsseminar,
bei dem man sich mit anderen “Rückkehreren” austauschen konnte und das Erlebte reflektiert wurde. Abschließend musste ich auch einen Erfahrungsbericht verfassen und einschicken, damit ich den zweiten Teil meiner Förderung bekam.

Was wird gefördert? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden? Wie werden die Zuschüsse beantragt? Wie werden die Zuschüsse berechnet und ausgezahlt?

Wenn du dich weiter informieren möchtest, schau doch mal auf der Website von Engagement Global nach.

Ich persönlich kann das Programm “Konkreter Friedensdienst” sehr empfehlen. Der Antrag war einfach auszufüllen, die Bedingungen klar und erfüllbar und die Vor- und Nachbereitung war sehr hilfreich.
Es ist kein Vollstipendium und deshalb muss man auch einen Teil aus eigener Tasche zahlen, aber ich bin der Meinung, dass es durch den Zuschuss “machbarer” ist und einen Eigenanteil sollte man für seinen Auslandsaufenthalt auch leisten.

Wenn ihr Motivation habt euch zu engagieren, dann sucht euch ein tolles Projekt und beantragt den Zuschuss bei ENGAGEMENT GLOBAL. Dann kommt ihr eurem Traum vom Auslandsaufenthalt schon ein Stücken näher.

Könntet ihr euch vorstellen, euer Praxissemester im Ausland zu verbringen?

Eure Cora

Kommentare

  1. Pingback: 3 Passionstories für eine Zukunft in Südafrika - intombi

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