Lou sieht den Veränderungen ins Gesicht



Hey, ich bin Lou und das ist meine #afterschoolchallenge.


Mich beschäftigt da diese eine Sache: Was passiert in der Oberstufe?

Jeder kennt es – Schule, Sommerferien und wieder Schule. Bei mir geht es jetzt mit dem 11. Schuljahr weiter. Danach kommt das 12. und 13.
Vorbereitungen für das Abitur, Abiturprüfungen, Klausuren und Stress. Um danach in das Ungewisse zu starten. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, alle konzentrieren sich auf die Dinge, die noch voll weit weg sind. Niemand kümmert sich darum, dass wir jetzt in die Oberstufe gehen werden. Dabei liegt das genau vor uns.


Der Ernst des Lebens beginnt

Die Ferien sind vorbei! Nun werde ich dazu aufgefordert, Dinge zu wissen, von denen ich noch nie was gehört habe. Klar haben auch alle, vor den zentralen Abschlussprüfungen gesagt, dass es voll schwer wird und im Endeffekt fanden es die meisten leicht. Und vielleicht wird es wieder genau so sein.


Aber ich kann mich ja nicht mal irgendwie vorbereiten, weil ich ja nicht weiß, was ich nicht weiß – versteht ihr?



Bei Nathalie kam die Entscheidung aus dem Bauch heraus

“Nach dem Abitur und schon währenddessen, habe ich mich immer wieder gefragt, was ich machen möchte. Ich hatte mich in der Oberstufe relativ spontan für den Mathe und Deutsch Leistungskurs entschieden.

Ich hatte mich doch eher aus dem Bauch heraus entschieden – in Mathe hatte ich auch noch einige Schwierigkeiten. ”


Natalie, 25 Jahre kommt aus Köln, und hat einen Blog-Artikel über ihre Entscheidung, Germanistik zu studieren, geschrieben.

Doch was wird sich verändern?

Aber es wird sich ja nicht nur am Unterricht selbst was verändern. Sondern auch an uns, an mir. Ich weiß Veränderung ist gut und notwendig und so. Aber das heißt nicht, dass es nicht beängstigende sein kann. Manche meiner Freunde wechseln die Schule, manche gehen für eine gewisse Zeit ins Ausland. In meinen Kursen werde ich viele neue Leute kennenlernen. Menschen die ich noch nie gesehen habe, Menschen in die ich mal verliebt war. Menschen die ich mag und Menschen, die ich nicht mag. Aber das ist okay oder? Werden wir nicht alle etwas nervös wenn uns etwas Großes, Neues und Unbekanntes bevorsteht?


Als Lehrer, kann Sönke die Situation von Lou nur zu gut verstehen

Liebe Lou,

ja, in der Tat kommt es in der Oberstufe zu großen Veränderungen. Viele dieser Neuerungen hast du bereits benannt, jedoch wirken diese zu Beginn gravierender, als sie am Ende sind. Für viele Schüler*innen ist die Oberstufe auch ein Neuanfang, ein Wechsel von stark vorgegebenen Arbeitsstrukturen der Mittelstufe, in ein Lernen und Forschen, welches viel selbstbestimmter ist. Viele Entscheidungen, die zuvor deine Eltern oder Lehrkräfte für dich getroffen haben, wirst du nun selbst übernehmen und nach deinen eigenen Vorstellungen gestalten. Dieser Wechsel birgt jedoch auch Gefahren, besonders für Schüler*innen, die das selbstständige Arbeiten noch nicht so stark erfahren oder verinnerlicht haben. So machen wir als Lehrkräfte oft die Erfahrungen, dass einige Schulteilnehmer mit dieser neuen Freiheit und natürlich auch Verantwortung nicht so gut zurechtkommen. Dies wirkt sich dann leider oft auf die Noten aus, welche in der Regel ab der 12. Klasse (Q1) abiturrelevant sind und somit über den kompletten Zeitraum deine Abschlussnote maßgeblich mitgestalten.

Letztendlich geht es in der Oberstufe aber nicht nur um Noten und den besten Abschluss, wichtig ist es auch für neue Erfahrungen und Veränderungen offen zu sein. Mit Spaß an der Sache und etwas Ehrgeiz, geht es dann meist von selbst und ehe du dich versiehst, hast du auch schon dein Abitur in der Tasche, welches dir dann neue spannende Wege, Erfahrungen und Veränderungen ermöglichen wird.

Viele Grüße
Sönke Walther, Oberstudienrat am Gymnasium



Rückblickend ist Lisa sehr froh über ihre Entscheidung

“Ich fand gut, dass wir keine Klassen mehr hatten. Jedoch war ich in dem Punkt unsicher, ob ich für mich die richtigen Fächer gewählt habe 🤭
Rückblickend kann ich aber sagen, dass ich mit Deutsch und Pädagogik als LK am Ende sehr zufrieden war. 🙂 ” Lisa, 22 Jahre aus Hürth


Hamburg lässt Lehrer*innen von Schüler*innen bewerten

Lehrer*innen sollen in Hamburg von Schüler*innen bewertet werden. Was haltet ihr von der Idee? Lest hier den Zeitungsartikel dazu. Teilt uns eure Meinung in den Kommentaren mit.



Mein #girlsforgirls Tipp

Egal ob jetzt Oberstufe, Studium, oder erster neuer Job. Wir alle machen das gleiche durch, teilweise immer wieder. Also lasst es uns doch zusammen starten und uns gegenseitig unterstützen.

Better together

Wie gehts euch mit Neuanfängen? Was beschäftigt euch? Habt ihr Tipps, um einen Neuanfang entspannt zu starten?

Eure Lou




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Kommentare

  1. Martilottchen um 18:13

    Liebe Lou – mach dir keinen Stress und nixht so einen Kopf! Du machst das genau richtig. Für mich war die Oberstufe eine riesige Chance. Das neu zusammengewürfelt werden war super. Und man kennt in jedem Kurs auch ein paar alte Leute. Und so viel anders wird es auch nixht! Das ABI wird so aufgebauscht. Aber wenn du regelmäßig was machst dann ist schon alles okay. Dann kommst du gut mit und schreibst gute Noten. was danach kommst entscheidest du. Und zwar dann wenn du bereit dazu bist. Für mich war die Oberstufe eine wundervolle Zeit 🙂

    • Valentina Nartschenko um 11:16

      Liebe Martilottchen,

      vielen Dank für deine motivierenden Worte. Den Übergang in die Oberstufe als neue Chance zu sehen, ist eine tolle Perspektive. Lou wird sich sicherlich über deine Worte freuen.

      Ich wünsche dir alles Gute und vielleicht liest man ja nochmal voneinander 🙂
      Liebe Grüße deine intombi.Valentina

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