Ein Liebesbrief an mein Ehrenamt


Mein liebes Ehrenamt,

in erster Linie bin ich dir dankbar. Dankbar für das Vertrauen, das du in mich gelegt hast, mich auszuprobieren, meine Stärken kennenzulernen und vor allem hast du mich mutig gemacht.

Angefangen hat alles irgendwie ganz automatisch, als ich zur Schulzeit in meiner Gemeinde Gruppenstunden gegeben, und mich dort der Katholischen Landjugendbewegung angeschlossen habe. Freizeiten vorbereiten und mit Kindern und Jugendlichen die Gemeinde mitgestalten, sich für die Umwelt einsetzten und Jugendliche stark machen. Und ganz von allein – hast du mich währenddessen stark gemacht.


Wer ist Daniela?

  • Daniela Ordowski ist 26 Jahre alt und studiert Politikwissenschaft.
  • Seit 2017 ist sie im Vorstand des Mouvement International de la Jeunesse Agricole et Rurale Catholique Europa (MIJARC) und seit 2016 Teil der MIJARc Welt Koordination. MIJARC ist der Zusammenschluss von katholisch-christlichen Landjugendverbänden in 41 Ländern. (Quelle: www.kljb.org)
  • Sie ist aktiv in der Katholischen Landjugendbewegung Deutschland (KLJB) auf Bundesebene seit 2013.
  • Und ist zudem Mitglied des Bundesarbeitskreises “Internationale Entwicklung”.

Ich habe gelernt was es bedeutet, sich für eine Sache einzusetzen, meine Stimme zu erheben und dass wir viel wirkungsvoller sind, wenn wir dies im Chor tun, statt allein. Mehrstimmigkeit lässt einen Chor wunderschön klingen und so habe ich meine Jugendverbandsarbeit erlebt. Erst die unterschiedlichen Hintergründe, Kulturen und Meinungen bringen unsere Arbeit zum Klingen.


Im Studium erlernte ich das nötige Handwerkszeug. Durch mein Ehrenamt habe ich gelernt, es zu benutzen!

Nach dem Abitur wusste ich wo ich hin will, weil du mir geholfen hast meine Talente kennenzulernen, während es in der Schule hauptsächlich um Leistung ging. Nachdem ich im Zuge unserer KLJB Partnerschaft in Kenia war und über meinen Tellerrand hinausschauen durfte wusste ich, dass mein Herz insbesondere der internationalen Arbeit gehört.


Fun facts über Dani

  • Der Papst ist für ihr Tattoo verantwortlich: nach einer Veranstaltung im Vatikan wusste sie genau wofür sie innerhalb und auch außerhalb der Kirche kämpft und hat sich deswegen spontan in Rom ein Tattoo stechen lassen. Was das für ein Tattoo ist und warum sie sich dafür entschieden hat, erfährst du hier.
  • Ihre Reisen für die MIJARC sind oft sehr abenteuerlich: Von verlorenen Schuhen, als sie hinter ihrem Bus über die serbisch-mazedonische Grenze her rennen musste bis hin zu einer abenteuerlichen Taxifahrt in Indien, bei denen sie und ihre Gruppe gebeten wurden sich mit ihrem Moskitospray zu bewaffnen weil sie keine anderen Waffen dabei hatten.

Angst vor Herausforderungen – ins Gesicht blicken – einfach trauen

In den nächsten Jahren habe ich die Leitung der Partnerschaft mit Kenia übernommen, durfte zwei Besuche bei unseren kenianischen Freunden organisieren und mit einem 15-köpfigen Team für drei Wochen nach Kenia reisen. Mit 21 Jahren eine solche Verantwortung zu erhalten, scheint mir manchmal immer noch verrückt und. Es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, ich hätte keine Angst gehabt, aber außerhalb der Komfortzone finden sich enorme Möglichkeiten des Wachstums. 

Jetzt bin ich 26 und wundervolle Teams haben mir Sicherheit gegeben, durch Kompetenzen, die sich ergänzen. Die Erkenntnis, dass ich nicht in allem gut sein muss, um gut zu sein und vor allem habe ich Menschen getroffen, die für ihre Arbeit brennen und die mich dadurch inspirieren. Über die Zeit konnte ich mich in unterschiedlichen Teams und Positionen ausprobieren, war in unserem Diözesanvorstand in Mainz, arbeite im Bundesarbeitskreis Internationale Entwicklung mit und durfte meinen Verband auf UN Klimakonferenzen und beim Vatikan vertreten.

Doch ganz besonders dankbar bin ich für meine Zeit im Vorstand unseres internationalen Dachverbands, der MIJARC…


Du gibst du mir Hoffnung, Perspektive und Heimat

Hier kann ich erleben, was das Friedensprojekt Europa bedeutet und noch weiter darüber hinaus, was es bedeutet Weltbürgerin zu sein. Und vor allem zeigst du mir wie schwierig es sein kann, wie unterschiedlich wir manchmal sind und wie unmöglich es oftmals erscheint zusammenzuarbeiten. Wie frustrierend es ist es auf internationale Ebene nur sehr langsam arbeiten zu können und unseren zwei Millionen Landjugendlichen im Verband, die vor Ort weltweit so atemberaubende Arbeit leisten, nicht gerecht werden zu können. Du hast mir vor allem durch all diese Konflikte gezeigt wofür ich mich stark machen möchte und wofür es sich zu kämpfen lohnt.

Manchmal bereitest du mir großes Kopfzerbrechen, raubst mir den Verstand und gönnst mir keine Pause – doch vor allem gibst du mir Hoffnung, Perspektive und Heimat.


Meine Erkenntnis über das Ehrenamt

Ich danke dir, weil du mir ein Fundament gibst, aus wundervollen Erinnerungen, Misserfolgen, die mich stärker gemacht haben, unvergesslichen Begegnungen und vor allem Vertrauen in mich selbst. Ein tiefes Vertrauen darauf, dass ich einer Berufung folge und auf diesem Weg immer Menschen um mich herum habe, die mich inspirieren weiterzumachen.

Du möchtest dich auch engagieren? Hier sind 3 Möglichkeiten

  • Du willst Anderen helfen, denen es nicht so gut geht wie dir? Ungerechtigkeiten gehen dir gegen den Strich? Schau doch mal bei youngcaritas vorbei.
  • Übernimm eine Patenschaft für ein Kind. Das bundesweite Mentorenprogramm Balu und Du fördert Grundschulkinder im außerschulischen Bereich. 
  • Du kannst natürlich auch gerne eine intombi-Aktion für Mädchen starten. Sich füreinander einsetzen und gemeinsam die Welt verändern – das kannst du mit deiner Aktion erreichen.


Wofür bist du dankbar? Kannst du dir vorstellen einen Liebensbrief an deine Berufung oder dein Hobby zu schreiben?

Deine Dani




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