Ist ein Studium der richtige Weg?

Hey, ich bin Alma!

Vor fast einem Jahr habe ich mein Bachelorstudium in Europawissenschaften abgeschlossen: Ein Studium auf Englisch in der wunderschönen Stadt Maastricht in den Niederlanden. Ein Studium, das mir viele Einblicke in die verschiedenen Bereiche der Politik-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften erlaubt hat. Ein Studium, das mich begeistert hat und, wie man meinen sollte, ein Studium, das mich optimal mal auf einen konsekutiven (d.h. auf den Bachelor aufbauenden) Studiengang oder einen Einstieg ins Berufsleben vorbereitet hat.

Und doch sitze ich nun mit einer Tasse Tee in einem Café auf einem anderen Kontinent, ohne Master, ohne Job, ohne eine Idee zu haben, was ich denn nun eigentlich machen möchte. 

Hier hat es sich Alma gemütlich gemacht: In einem Café in Buenos Aires, Argentinien.


(Mein) Traum vom Studium

Schon während der Schulzeit war für mich klar, dass ich zur Uni wollte. Ich träumte vom Studentenleben, von einer coolen Wohngemeinschaft, von Nachmittagen in großen Bibliotheken, und der Möglichkeit, genau die Sachen zu lesen und zu lernen, die mich interessierten. Das Studium in Maastricht bot mir die Möglichkeit, auf Englisch und in einer internationalen Umgebung zu studieren, ohne aber allzu weit von meiner Heimatstadt entfernt zu sein. Und auch wenn das Studium oft stressig, die erste WG vielleicht weniger cool, die Nachmittage in den großen Bibliotheken ein bisschen zu lang und das Lesen ein bisschen zu viel waren, waren die drei Jahre des Studiums definitiv die schönsten für mich. Wie kommt es also, dass ich nun hier sitze, und nicht weiß, was ich mit meinem ersten Abschluss und mit mir anfangen soll? Wo doch mein erster Plan so gut aufgegangen ist?

Almas Studienort: Maastricht in den Niederlanden

Vielleicht gerade deswegen… Mein Studium und meine Zeit in Maastricht waren wunderbar, haben voll und ganz meinen Traum erfüllt. Aber manchmal frage ich mich, inwieweit der Traum vom Studium wirklich mein Traum war und nicht vielleicht eher der von meinen Freundinnen, Mitschülern, Eltern. Als die Schulzeit sich dem Ende zuneigte, war ich mir kaum über Alternativen bewusst und im Nachhinein frage ich mich, ob ich nicht lieber eine Ausbildung gemacht hätte, was Praktisches und Handfestes gelernt hätte.

Mach den Test: Was passt zu mir?

Auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit kannst du einen Selbsterkundungstest machen und herausfinden, welche Studiengänge oder Ausbildungsberufe zu dir passen.

Und? Was kam bei dir raus?


Bachelor und dann?

Doch diese Fragen kommen nun erst fünf Jahre später auf und stellen mich vor die Herausforderung, eine Entscheidung zu treffen, wohin es als Nächstes gehen soll. Ganz dem Plan entsprechend einen Master beginnen? Wenn ja, ein Master in was? Und wo? Anfangen zu arbeiten? Oder vielleicht etwas ganz Anderes machen: eine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin, in einer Bäckerei arbeiten?

Almas Studentenleben: Wohnen und studieren in einer WG

Es ist nun fast ein Jahr her, dass ich meine Bachelorarbeit abgegeben habe, und statt Antworten tun sich immer neue Fragen auf. Eine Sicherheit, die ich jedoch mittlerweile habe, ist, dass es keine einzelne richtige Antwort gibt. Weder nach der Schulzeit noch nach dem ersten Uniabschluss noch zu jeglichem anderen Zeitpunkt im Leben gibt es einen einzigen richtigen Weg.


Hört auf euer Gefühl!

Wenn wir die Augen öffnen und uns umschauen, werden wir uns darüber bewusst, wie viele unzählige Möglichkeiten es gibt. Das ist unglaublich schön und wertvoll und doch auch oft frustrierend. Wer hilft uns, da eine gute Entscheidung zu treffen? Ratschläge, Erfahrungsberichte, professionelle Beratung und Kosten-Nutzen-Analysen können sicherlich sehr hilfreich sein.

Und doch bringt die teuerste Beratung und die beste Kosten-Nutzen-Analyse nur wenig, wenn das Gefühl nicht stimmt. Statt uns den Kopf darüber zu zerbrechen, welches Studium, welche Ausbildung, welche Stadt uns am meisten für unseren weiteren Lebensweg nutzt, sollten wir auf unser Gefühl hören. Wohin trägt es uns? Was fühlt sich richtig an, was falsch? Das ist zumindest meine Antwort auf all diese Fragen. Aber es ist eben auch nur das: Meine Antwort, die sich zwar für mich ganz gut anhört, aber euch sicherlich nicht davon befreit, eure eigenen Antworten zu finden. 

Hast du schon eine Idee, ob ein Studium die richtige Wahl für dich ist oder doch was ganz anderes?

Eure Alma




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