Traumberuf Tanzlehrerin

Was es mit diesem Bild auf sich hat? Das siehst du weiter unten im Artikel!

Hallo, ich bin Angela!

Jeden Tag mit Vorfreude zur „Arbeit“ gehen!? Gibt es das ĂŒberhaupt? Definitiv ja!

Mein Beruf ist zwar ungewöhnlich, aber er ist meine Berufung. Ich bin Angela und habe eine Ausbildung zur ADTV-Tanzlehrerin (IHK) gemacht.

Seit sechs Jahren freue ich mich jeden Tag darauf, mein „Geld zu verdienen“. Wenn ich kein Geld zum Leben brĂ€uchte, wĂŒrde ich es auch unentgeltlich machen. Denn eigentlich ist mein Beruf mein Hobby.


Hobby zum Beruf

Schon seit ich ein kleines Kind war, habe ich getanzt. Doch das machen viele oder? Daraufhin durfte ich in ein Ballettstudio gehen, wo ich mit drei Jahren anfing zu tanzen. Kein Ballett, sondern kreativen Tanz mit einer tĂ€nzerischen Grundausbildung. Elf Jahre lang ging ich jede Woche dahin. SpĂ€ter sogar zwei Mal die Woche. Wusste ich da schon, dass ich Tanzlehrerin werden wĂŒrde? Nein. 

Fun Facts ĂŒber mich:

  • Ich besitze aktuell sieben Ballkleider. Da wir pro Jahr circa vier GalabĂ€lle und eine Weihnachtsfeier haben, kommen die Kleider öfters aus dem Schrank.
  • Ich besitze mehr Tanzschuhe als normale Schuhe.

In der neunten Klasse ging unsere gesamte Stufe dann in einen Paartanzkurs, um auf dem Schulball tanzen zu können. Also ging ich mit. Und natĂŒrlich hatte ich Spaß daran. Denn Musik und Bewegung gehören einfach zusammen. Ich entwickelte einen gewissen Ehrgeiz und obwohl die meisten Klassenkameraden aufhörten und ich keinen festen Tanzpartner hatte, machte ich weiter. Ein Jahr spĂ€ter begann ich in der Tanzschule zu arbeiten. Als Assistentin in Tanzkursen hatte ich eine riesen Freude, Menschen beim Tanzen lernen zu helfen. 


Doch es war ja nur ein Hobby.

In der Schule ging es darum einen guten Abschluss zu machen, um gute Chancen in meinem Traumjob zu kriegen. Irgendwas mit Zahlen und Logik, denn das war mein Ding. Nach dem Abitur fing ich dann eine Ausbildung bei einer Finanz- und Vermögensberatung an. Morgens um 8 aus dem Haus, bis 17 Uhr gearbeitet und dann in die Tanzschule, abends um 23 Uhr nach Hause und das fast jeden Tag. Samstag und sonntags war ich dann meistens auch in der Tanzschule zum Helfen und selber tanzen. Erst was VernĂŒnftiges und dann das VergnĂŒgen. So sollte es doch sein, oder?

Ein Beruf mit Fluch der Karibik-Soundtrack


Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass der Job nichts fĂŒr mich ist. Doch was sollte ich stattdessen machen? Nach einigen Praktika in „richtigen“ Berufen kam ich auf die Idee, mein Hobby zum Beruf zu machen. Nachdem dieser Gedanke sich einmal verselbststĂ€ndigt hatte, gab es auch kein ZurĂŒck mehr. Innerhalb von 4 Monaten bin ich in eine neue Stadt gezogen und habe eine Ausbildung begonnen, mein Traum war wahr geworden. Und obwohl die Ausbildung viel Zeit gekostet hat (zwei Vormittage Ausbildung und zusĂ€tzlich eine 40 Stunden-Arbeitswoche), konnte mir nichts Besseres passieren. 

So sieht meine Arbeitswoche aus:



SelbststĂ€ndig, selbstbewusst und glĂŒcklich

Nicht viele Menschen trauen sich, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Daher gibt es natĂŒrlich immer Stimmen, die sagen: 

„Kann man davon leben?“ Aber ja, kann man. Nach der Ausbildung verdient man genug Geld zum Leben. 

„Ist das ein richtiger Job?“ Ja, ist es. Mit festen Arbeitszeiten, einem breit gefĂ€cherten Arbeitsfeld und einem festen Gehalt.

Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren tanzen mit mir durch die Woche. Kindertanzen, Dance4Fans, Paartanz fĂŒr Jugendliche und Erwachsene und Seniorentanzen zĂ€hlen zu meinen aktiven Bereichen. Doch auch die Planung der Kurse und Veranstaltungen, Buchhaltung und Medienarbeit (Instagram, Facebook, Internet und Pressearbeit) gehören zu den Aufgaben einer ADTV-Tanzlehrerin.

Jeden Tag mit Menschen unterschiedlichen Alters zu arbeiten, eigene Choreographien erarbeiten, Veranstaltungen organisieren in der Tanzschule und in großen BallsĂ€len, erfĂŒllt mich immer wieder mit neuer Euphorie. Tanzlehrer ist einfach DER Beruf fĂŒr mich. Muss ich etwas „richtiges“ lernen? Brauche ich mehr als das? Nein. Muss ich nicht.

Meine #girlsforgirls Tipps fĂŒr dich

  • Mach die Ausbildung in einer Tanzschule beziehungsweise in einem Team, in dem du dich wohlfĂŒhlst.
  • Versichere dich der finanziellen UnterstĂŒtzung deiner Eltern oder anderer Möglichkeiten, ohne wird die Ausbildungszeit schwierig. Es ist nĂ€mlich eine private Ausbildung.
  • Mach ein mehrwöchiges Praktikum und sammle so viel Erfahrung wie du kannst.

Warum soll ich einer Arbeit nachgehen, die mich nicht glĂŒcklich macht, oder zu der ich gehen „muss“, wenn ich einem Beruf nachgehen kann, der mich erfĂŒllt?

Die Ausbildung zur Tanzlehrerin hat mich zu einem selbststĂ€ndigen, selbstbewussten und glĂŒcklichen Menschen gemacht.

Ich hoffe, dass ihr den Job findet, der fĂŒr euch die Tage heller macht.

Was ist dein Traumberuf? Welches Hobby wĂŒrdest du gerne zum Beruf machen?

Eure Angela




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