Ich bestimme jetzt selbst über mein Leben



Hello,
mein Name ist Nicole. Ich bin 16 Jahre alt und ich habe diesen Sommer meinen Realschulabschluss gemacht.


Heute möchte ich dir von meiner #afterschoolchallenge erzählen

Nach den Sommerferien starte ich das Fachabitur in Richtung Gestaltung. Das wird zwei Jahre dauern. Mein Traum ist es, danach Innenarchitektin zu werden. Mit dem Beruf der Innenarchitektin, kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen. Zudem mag ich es, Räume und Zimmer zu dekorieren und zu gestalten.


Die Schulzeit war nicht immer einfach

In der 7. Klasse wurde ich von einer Person gemobbt und hatte eine down Phase. Ich war nur noch traurig und wollte beinahe nicht mehr leben. Das war eine sehr schwere Zeit. Doch zwei meiner besten Freunde und meine Familie haben mich da raus geholt.


Meine Erfahrung mit Mobbing

Diese Person hat mich in unserer Klassen-WhatsApp Gruppe belästigt, beleidigt und fertig gemacht. Meine Freunde haben mit mir darüber geredet, die Person dann in der Pause und im Unterricht von mir ferngehalten. Meine Familie hat sehr ausführlich mit mir über das Thema gesprochen und mir Ratschläge gegeben, wie zum Beispiel mit der Klassenlehrerin über die Situation zu reden.


Trotz Unterstützung hat es nicht aufgehört

Ich habe dann mit meiner Lehrerin gesprochen. Dann saß ich mit der Person, einer besten Freundin von mir und der Lehrerin während der Pause am Tisch und die Person grinste und lachte nur die ganze Zeit während, die Lehrerin darüber gesprochen hat. Somit hatte es wirklich nichts gebracht.


Ich habe diese Person hinter mir gelassen

Meine Lehrerin meinte zu mir, ich solle die Person ignorieren und die Nummer blockieren und aus der Klassengruppe rausgehen, damit sie bloß nicht privat schreibt. Nach der Schule habe ich es gemacht. Ein paar Tage später hab ich mich entschlossen ihr einfach zu sagen, dass ich mit ihr nichts mehr zu tun haben will.
Sie hat zwar gelacht und wollte weiter machen aber ich hab es nicht mehr an mich rankommen lassen und somit habe ich sie ausgeblendet.
Die Lehrerin war wirklich baff von der Person, weil sie die überhaupt nicht so eingeschätzt hat.


Ich bin kein Opfer!

Am Ende hab ich mich somit selbst aus dem Mobbing befreit. Nach dieser Zeit wurde ich selbstbewusster und habe mehr Selbstvertrauen bekommen.


Als Lehrerin ist es Frauke wichtig, Mobbing zu thematisieren!

“Mobbing ist eine Erscheinung, die sich quer durch die Gesellschaft zieht. Es ist darum als Schule besonders wichtig, Mobbing zu thematisieren und ein Bewusstsein dafür zu schaffen. An vielen Schulen gibt es dafür bereits Programme, die fest im Schulleben integriert sind. Jedoch hat Mobbing in Zeiten von Social Media eine ganz neue Stufe erreicht, dem wir als Lehrer*innen teils nur schwer entgegenwirken können.” (Frauke, 31, aus Köln)

“Wenn du gemobbt wirst, sprich deine*n Lehrer*in an!”

Frauke, Lehrerin an einem Gymnasium in Köln


Das Thema braucht im echten Leben eine größere Plattform – nicht nur online

Meiner Meinung nach sollte man noch intensiver auf das Thema in der Schule eingehen. Man redet nur überall darüber wie schlimm es ist. Die Menschen die mobben, sollten in einer Selbsterfahrung in die Rolle des gemobbten, die andere Perspektive kennenlernen und somit mit dem eigenen Verhalten konfrontiert werden. Ich glaube, dass es dadurch besser werden könnte.

In meiner Situation hat sich gezeigt, wie wirksam das sein kann immer wieder Grenzen zu stecken. Ich wurde nicht mehr gemobbt.


Musik war mein Anker

Taddl ist ein Deutschrapper der sich von den anderen unterscheidet.
Sein Blick auf die Welt ist richtig inspirierend und während der Zeit hab ich seine Tracks gehört. Er macht nur das, was er für richtig hält, das finde ich stark! Seine Musik hat mich beruhigt und hat mir in der schweren Zeit super geholfen.


Mein Weg zum Selbstbewusstsein

Mit Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen verbinde ich, wie man es immer sagt, „Yolo“ – „You only life once“. Nach der ganzen Mobbing Aktion habe ich zu mir selbst gesagt, dass mir die Kritik und Meinungen über mich egal sind. Seitdem probiere ich verschiedene Sachen aus und lasse mich von niemandem davon abhalten (jedenfalls meistens 😀 ).

Heute mach ich nur noch Sachen, auf die ich Lust habe. Zum Beispiel meinen Kleidungsstil nach Lust und Laune zu verändern. Der wechselt von “Girly” bis zu Oversize Klamotten.


In der Zukunft will ich ein eigenständiger Mensch sein und mir nicht immer alles vorschreiben lassen, was ich zu tun hab. 


Mobbing auf Social Media

intombi-Anna (16 Jahre) hat in ihrem Artikel über die Probleme und Risiken von Social Media geschrieben.

Falls du ein Problem hast – Du bist nicht alleine! Hier kannst du dich jederzeit melden und anonym erzählen was gerade los ist. Auch wenn es vielleicht unangenehm für dich ist, diese Nummer kannst du kostenlos und ohne Bedenken anrufen 116 111.


Meine Antwort auf negative Kritik

Der Auslöser, warum ich mir privat nichts mehr vorschreiben lassen möchte ist, dass es mich ziemlich nervt von jedem kritisiert zu werden. Warum hat man es nötig, andere Menschen zu kritisieren? Man sollte erstmal auf sich selber achten.


Der Unterschied zwischen professionellen und privaten Grenzen

Bald beginnt mein Jahrespraktikum in einem Architekturbüro, dass ich während des ersten Fachabi-Jahres absolvieren werde. Auf der Arbeit werde ich meine Aufgaben haben, die ich vom Chef beziehungsweise vom Kunden/Auftraggeber bekomme. Auch wenn es vielleicht passieren sollte, dass mir etwas nicht viel Spaß machen sollte, gehört das nun mal dazu. Damit werde ich professionell umgehen. Aber in meinem privaten Leben werde ich nur die Sachen tun, und mich nur mit den Menschen umgeben, die mir guttun.


Nicoles #girlsforgirls Tipp

Egal was du dir für die Zukunft vorgenommen hast, wenn du dir sicher dabei bist, dass es dir gut tut, dann mach es auch. Lass dich niemals von anderen Menschen davon abhalten. Zieh es durch und am Ende wirst du es nicht bereuen.

So schaffe ich eine gute Balance

Bald geht es mit dem Fachabi los. Solange genieße ich noch die Ferienzeit. Meine Zeit nutze ich um Musik zu hören, Serien durchzugucken, Zeit mit meinem Freund und meinen besten Freundinnen, aber auch mit meiner Familie zu verbringen. Richtig abschalten kann ich jedoch beim Zeichnen. Am liebsten zeichne ich Portraits von Künstlern und Manga-Figuren.



Dazu interessiere ich mich auch für Astrologie (Planeten, Sternzeichen aller Kulturen) und für Mythologien der verschiedenen Kulturen (griechische, nordische, etc…).


Wie schaffst du es selbstbestimmt zu leben? Vor welchen Herausforderungen standest du schon?

Deine Nicole




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