#afterschoolchallengeDeutschland

Passion Problem: Coronavirus

So überstehst Du die Corona-Krise


Foto: Nataliya Artemova


Zur Zeit steht aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus alles Kopf. Schule und Unis sind geschlossen. Praktika können nicht weiter absolviert werden und wenn man Glück hat, kann man im Homeoffice problemlos arbeiten. Manche aber haben große Existenzängste, auf die es sobald noch keine Lösung gibt. Und die Sorge um die eigene Gesundheit, sowie die unserer Mitmenschen lastet schwer auf unseren Schultern. Stündlich halten die Nachrichten uns auf Trapp und die Kunst dabei ist es, die Ruhe zu bewahren und das Beste aus der Situation zu machen.

Wir von intombi sind gerade jetzt für Dich da! Wir versuchen uns auf unsere Stärken in dieser schwierigen Situation zu fokussieren, und haben die Community letzte Woche Folgendes gefragt: Bringt das Coronavirus Deine Passion in Gefahr? Wie schaffst Du es trotz Coronavirus Deine Passion auszuleben? Und die Antworten darauf können sich sehen lassen. Wir stellen Dir diese PassionWeek drei Chancen auf Deine Passion in Quarantäne vor. Folge uns auch auf Instagram. Hier werden wir täglich Videos von unseren Passion-Queens posten.



1. Struktur im Alltag – Diese Tipps helfen Dir Deine Passion auszuleben

Aus unserer Umfrage an die intombi-Community ist nicht nur eine Sammlung zahlreicher Tipps und motivierender Worte entstanden, wir haben zudem auch noch spannende Passion-Stories erfahren.


Trotz Quarantäne gebe ich meine Passion nicht auf

Sina ist 22 Jahre alt und macht gerade ein Praxissemester in Edinburgh, Schottland. “Als ich Ende Februar hier angekommen bin, war meine größte Sorge das „Alleinsein“. Jetzt, einen Monat später, hat die Einrichtung, in der ich arbeite, geschlossen. Trotz Quarantäne habe ich entschieden hier zubleiben und von zu Hause aus, also meiner WG, zu arbeiten. Der Blick aus dem Fenster erinnert mich täglich daran warum ich mich im letzten Jahr dazu entschlossen haben hierher zu kommen und wieso ich meine Passion, trotz allem nicht aufgeben möchte“, erzählt sie uns.



Stricken gegen die Langeweile in Quarantäne – Katja hat immer was zu tun

“Wer gerade Langweile hat, weil er das Haus nicht verlassen soll, der kann defintiv noch nicht stricken. Denn wir Stricker haben definitiv nie Langweile. Es ist immer eher die Frage: Was stricke ich als nächstes?

Es muss am Anfang sicherlich nichts anspruchsvolles wie ein Stirnband oder eine Socke sein aber wenn man mit dicker Wolle anfängt und sich erst mal einen Schal strickt – hat man einen super Start. Hierzu gibt es zahlreiche Anleitungen bei YouTube. Ich habe vor fünf Jahren Stricken mit Elizza gelernt und ich verspreche euch: Ihr könnt schneller stricken als ihr gucken könnt! Und dann könnt ihr schon bald, so wie ich, einer Freundin zur Geburt ihres Kindes Babysöckchen stricken. Es gibt kein besseres Gefühl, als selbstgestrickte Sachen selber zu tragen oder diese zu verschenken. Beim Stricken sind keine Grenzen gesetzt. Suche dir dein Lieblingsmaterial aus, Farbe, Muster und schon kannst du los legen,” verrät uns Katja, 28 Jahre aus Recklinghausen, die auf ihrem Instagram-Profil ihre tollen Strick-Ergebnisse teilt.




Yoga in Quarantäne – Hannah zeigt Dir ihre Yoga Basics

Sport und Bewegung waren auch häufige Antworten auf unsere Frage. Mit Bewegung gelingt es einem einen Ausgleich zu finden, fit zu bleiben und auch mal auf andere Gedanken zu kommen. Egal ob ein richtiges Workout, Yoga oder ein schöner Spaziergang – Hauptsache mal den Körper aktivieren. Auch wenn der Schweinehund besonders in den eigenen vier Wänden sehr schwer loszuwerden ist, sind wir sicher, dass schon ein wenig Bewegung wirklich Wunder vollbringen kann. Hannah (24 Jahre aus Köln) hat vor nicht langer Zeit mit dem Yoga angefangen und kann derzeit nicht mehr in ihr geliebtes Yoga-Studio gehen. Nun hat sie erstmalig und extra für diese PassionWeek eine kurze Yoga-Einheit für Anfänger aufgenommen. Schau Dir ihr Video an und mach einfach mit. Das kann wirklich jeder und wir versprechen Dir: Danach wird es Dir richtig gut gehen.


Video: Hannah übt ihre Yoga-Passion in Quarantäne aus


Lass Dich in der Bildergalerie von den Tipps unserer Passion-Queens in Quarantäne inspirieren

Lass die Decke nicht auf Deinen Kopf fallen

Eins haben alle Tipps gemeinsam. Sie geben eine Struktur und Routine vor. Und diese zwei Dinge sind gerade jetzt wichtig, wenn wir nicht mehr dem nachgehen können, was wir sonst im Alltag machen. Denn ganz ehrlich…ein paar Tage frei haben ist zwar ganz schön. Aber ohne das gewohnte Umfeld, Freunde und Familie kann es doch schnell langweilig werden.

Neue Rezepte ausprobieren: Du speicherst Dir immer wieder Rezepte ab, um sie am Ende doch nicht zu kochen? Nun kannst du genau das nachholen. Guten Appetit!
Bücher-, Kleider- und Schuhschrank ausmisten: Das schafft nicht nur Ordnung Zuhause, sondern auch im eigenen Kopf.
Eine Morgen- und Abendroutine einführen: Nun hast du Zeit um Gewohnheit zu festigen. Wie wäre es mit Yoga jeden morgen, einen Tee in der Sonne trinken oder Abends das aufzuschreiben, was an diesem Tag besonders schön war. Egal was es ist. Um so häufiger etwas gemacht wird, umso einfacher wird es in den Tag zu starten oder diesen zu beenden.
Nicht nur konsumieren, sondern produzieren: Jetzt ist die Zeit um kreativ zu werden. Egal ob Tagebuch schreiben, ein Hörbuch aufnehmen oder etwas handwerkliches machen.
Pause feiern: Freue Dich über die Zeit, die Du nun zum Musik hören kannst oder um aus dem Fenster zu schauen. Stille ist Luxus. ( THE REAL SHIFT)




2. Soziales Engagement – So kannst Du Deine Unterstützung anbieten

Corona School Germany. Lernunterstützung für Schüler*innen durch Studierende

Du sitzt Zuhause an deinem Quarantäne-Lernstoff und niemand kann dir wirklich helfen? Die Corona School kann dich unterstützen. Hier bekommst du Unterstützung bei deinen Hausaufgaben von registrierten Stundent*innen. Was ist aber wenn du gerade Semesterferien hast oder die Uni gerade geschlossen hat und du dennoch etwas sinnvolles machen möchtest? Dann registriere dich doch als Helfer bei der Corona School und hilf somit Schüler*innen bei ihren Hausaufgaben.

Wir haben mit Luise (23 Jahre aus Bonn), die derzeit Psychologie im Master studiert, zu ihrem Engagement in der Corona School interviewt. “Ich habe mit einem Freund überlegt, dass gerade jetzt Schüler*innen Hilfe brauchen können und wir als Studierende das nun gut leisten können. Für uns fällt ja aktuell auch die Uni aus. Ich engagiere mich dort, weil ich denke, dass jeder in der Corona-Krise in seinem möglichen Rahmen soziale Verantwortung übernehmen und seinen Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten kann und sollte. 


Wie sieht die Unterstützung in der Praxis aus?

Jede Unterstützung ist sehr individuell. Ich helfe aktuell einem Fünftklässler in Deutsch. Normalerweise läuft es so ab, dass mir der*die Schüler*in vorher die Aufgaben, die er*sie bearbeiten muss, über WhatsApp schickt. In der Stunde selbst bearbeiten wir diese Aufgaben gemeinsam und besprechen sie dann. Fragen dürfen dann direkt gestellt werden und ich versuche, sie zu beantworten. Falls ich etwas nicht weiß, lese ich es nach und gebe ihm*ihr dann Bescheid. Manchmal spielen wir auch noch ein Spiel, welches mit dem Fach in Verbindung steht. Wichtig ist mir dabei, dass der*die Schüler*in sich gut aufgehoben fühlt und jederzeit seine Fragen stellen kann. 


Not mach erfinderisch – Ein soziales Startup wird gegründet

Gegründet wurde die Corona School von vier jungen Männern. Lukas, Christopher, Gero, und Tobi sind aber mittlerweile nicht alleine. In kürzester Zeit ist ein riesen Team hinter Corona School aus Jungs und Mädels entstanden, die programmieren, Student*innen screenen, Social Media verwalten und noch vieles mehr ehrenamtlich stemmen. Der Service ist komplett kostenfrei und die helfenden Student*innen werden vorher in einem persönlichen Gespräch verifiziert.



GoVolunteer. Engagiere Dich mit Deutschlands größter Helfer Community

Das siebenköpfige Experten Team von GoVolunteer hält Dich in Zeiten des Coronavirus auf dem Laufenden. Sie zeigen Dir Initiativen, die Hilfe für Betroffene leisten, sowie Möglichkeiten, wie Du von Zuhause helfen kannst. Zusätzlich versorgen sie Dich mit Links zu zuverlässigen Informationsquellen. Alle Inhalte werden von GoVolunteer-Experten genau überprüft.


Nachbarschaftshilfe kann ganz einfach sein

Es leben Menschen die zur Risikogruppe gehören in deinem Haus oder in Deiner Nachbarschaft und Du fragst Dich, wie und ob Du helfen kannst? Es gibt mittlerweile für Ortschaften, Städte und Stadtteile viele Nachbarschaftshilfe-Gruppen um sich gegenseitig auszuhelfen, wie zum Beispiel auf Facebook .

Mit einem Aushang, in dem Du deine Hilfe anbietest kannst Du direkt helfen. Wir haben für Dich eine Vorlage für Deinen Hausflur oder Deine Nachbarschaft erstellt, den du ganz einfach hier runterladen, ausdrucken und aufhängen kannst.


Lade Dir diese Vorlage für Deine Nachbarschaftshilfe aus. Wir alle können helfen 💕


3. In Kontakt bleiben – Zusammen ist man weniger alleine

Das unfreiwillige Zuhause bleiben kann starke Emotionen erwecken. Das sind ganz normale Reaktionen auf diese unnormale Situation. Du bist nicht alleine. Nutze deine sozialen Kontakte um dich regelmäßig mit deinen Freunden, Familienmitgliedern oder Bekannten auszutauschen. Und sei es nur über das Wetter. Hast du schon mal Videotelefonie mit deiner ganzen Gang ausprobiert? Das ist super lustig. Zusammen könnt ihr quatschen, Spiele spielen, singen, tanzen…einfach alles was euch einfällt. Probiere es aus. Du und Deine Freunde werden es sicherlich nicht bereuen.

Falls Du mit jemanden zusammen lebst, egal ob mit Familie, Partner*in oder WG-Mitbewohner*in, dann spielt doch mal wieder ein Gesellschaftsspiel. Für Stadt, Land, Fluß benötigt ihr zum Beispiel nur Papier und Stift. Zudem haben wir für euch 5 Fragen für endlose Gespräch im Gepäck, die du Dir selber sowie Freunden und Familienmitgliedern, zum Beispiel digital oder am Telefon, stellen kannst.



5 Fragen für endlose Gespräche während der Corona-Quarantäne

  1. Was sind die drei Dinge, die dir am meisten Energie geben?
  2. Mit deinem jetzigen Wissensstand, was hättest du anders gemacht?
  3. Was würdest du gern in genau einem Jahr erreicht haben?
  4. Was hält dich nachts wach?
  5. Was wirst du zum ersten Mal in deinem Leben machen? (Quelle: Vertellis)


Falls Du Dich alleine fühlst oder Du Sorgen hast. Wir haben für Dich wichtige Telefonnummern und Anlaufstellen zusammengestellt, die Du jederzeit umsonst und anonym nutzen kannst

Nummer gegen Kummer:
Für Kinder und Jugendliche – Telefon: 116111
Für Eltern – Telefon: 0800 111 055 0

Telefonseelsorge:
Telefon: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 oder 116 123
Chat, E-Mail und weitere Beratungsangebote gibt es hier 

Hilfetelefon “Gewalt gegen Frauen“:
Telefon: 0800 0 116 016
Chat, E-Mail und weitere Beratungsangebote in mehreren Sprachen gibt es hier.

u25 Gelsenkirchen und Deutschland – Krisenhilfe per Chat:
Jugendliche helfen Jugendlichen bei Lebenskrisen und Suizidgedanken in einem Chat.

Hilfetelefon “Schwangere in Not“:
Telefon: 0800 011 6016




Wie lebst du deine Passion in Quarantäne aus? Verrate uns Deine Tipps in den Kommentaren.


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*Dieser Artikel enthält unbeauftragte und unbezahlte Werbung.

Kommentare

  1. Patrick um 16:24

    Wie wäre es wenn wir gemeinsam unsere liebsten Serien und Filme miteinander teilen? Ich habe schon erste posts gesehen bei denen Menschen eine Netflix Party machen und FaceTimen während sie gemeinsam einen Film/ eine Serie anschauen. Man könnte im Blog doch Serien und Filmempfehlungen schreiben und dadurch vielleicht neue Perlen im Streamingchaos entdecken und auch mal ganz neue Genres ausprobieren.

    • intombi Team um 16:34

      Super Idee lieber Patrick!
      Welche Serie oder welchen Film kannst du aktuell empfehlen?

      Ich habe gesehen, dass in den nächsten Tagen die neue Staffel Haus des Geldes erscheint. Darüber freue ich mich schon sehr.

      Liebe Grüße aus der intombi-Quarantäne
      Valentina

  2. Rohaennah um 9:31

    Wirklich ein so guter und hilfreicher Blog!
    Es macht mir so Spaß ihn jede Woche zu lesen ☺️✌🏻 Ihr macht nen tollen Job ihr Lieben ☺️💕

    • intombi Team um 10:16

      Das freut uns sehr! Wir hoffen, dass wir dir weiterhin gute Impulse und Inspirationen geben können.

  3. Lissy um 10:11

    Ohh! Richtig guter Artikel mit so vielen tollen Autorinnen und guten Tipps. Ich find’s klasse, dass ihr euch an den aktuellen Themen orientiert! 🙂

    • intombi Team um 10:48

      Es ist uns sehr wichtig, die Mädchen weltweit zu supporten und eine Plattform für ihre Stimmen zu bieten.☺️

  4. Lisa um 10:17

    Toller Artikel!! Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, dass man zusammenhält und sich gegenseitig Tipps gibt! ☺️

    • intombi Team um 10:59

      Das sehen wir auch so liebe Lisa! Wir finden auch, dass es doch für jeden eine Möglichkeit gibt, in dieser besonderen Zeit den Mut nicht zu verlieren und motiviert zu bleiben, um die eigene Passion am Leben zu erhalten bzw. zu fördern. ☺️

  5. Lynn um 10:29

    Wir lassen uns von Corona nicht unterkriegen! Trotz allem habe ich das Gefühl, dass die Menschen gerade sehr solidarisch miteinander umgehen und es viele tolle Aktionen gibt, die sich nun auf die Online Welt verlagert haben.

    Euch alles Liebe und passt auf euch auf, Lynn

    • intombi Team um 10:51

      Das sehen wir auch so, liebe Lynn. Wir freuen uns über die neuen Möglichkeiten in dieser Krise und über die Solidarität, die wir auch als große Chance wahrnehmen. Das schweißt uns wirklich zusammen.
      Wir wünschen dir auch alles Liebe. Bleib gesund!

  6. Janine Schwienbacher um 11:16

    Super Artikel! 🙂 Nach 2 Monaten im Lockdown hab ich mich auf jeden Fall daran gewöhnt und eine neue Routine gefunden. Ich finde es aber auf jeden Fall wichtig seine sozialen Kontakte trotzdem zu pflegen; ich skype fast täglich mit meinen Freunden und zusammen schmieden wir Pläne was wir nach dieser Zeit machen können! 😀

    • intombi Team um 11:29

      Das ist ein wirklich guter Tipp! In Kontakt bleiben hilft auf jeden Fall, vor allem wenn man dann noch gemeinsam Pläne schmieden kann. So lässt es sich doch noch ein wenig in dieser aussergewöhnlichen Situation aushalten.

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