Meine Passion: Das Handwerk (Teil 1)

Über die Leidenschaft zum Handwerk


Foto: Jule Rombey


Weißt du eigentlich welche Berufsfelder zum Handwerk gehören? Diese #PassionWeek stellen wir Dir junge Frauen vor, die unterschiedlicher im Handwerk nicht arbeiten könnten und dennoch am Ende des Tages mit ihren Händen alle etwas Großartiges erschaffen.

Das Handwerk erfährt heute (leider) noch immer einen Abwärts-Trend und viele Ausbildungsstellen bleiben unbesetzt. Das hat zur Folge, dass viele handwerkliche Berufe immer mehr aussterben, obwohl das Handwerk doch so wichtig ist für das Funktionieren unseres gesamten Systems ist und unfassbar erfüllend sein kann.

Lass dich in dieser zweiteiligen PassionWeek von der Vielfalt des Handwerks inspirieren! Du bekommst tolle Tipps, wie du selbst aktiv werden kannst und erfährst warum handwerkliches Arbeiten gut für deine persönliche Entwicklung sein kann.



Bekannt aus dem Fernsehen – Jule ist Ausbildungsbotschafterin und „Miss Handwerk 2020“


“Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass wir als Kinder ein Baumhaus gebaut haben. Dort habe ich zum ersten Mal ein großes „Projekt“ geschaffen und konnte das Gefühl kennen lernen, wie es ist, am Ende des Tages ein Ergebnis zu sehen, welches man von Tag zu Tag perfektioniert. Dieses Gefühl liebe ich und macht mich heute sowie früher glücklich.

Mir macht das Handwerk super viel Spaß und ich fühle mich in meinem Job total wohl. Das möchte ich möglichst vielen Leuten zeigen, damit diese sehen, dass das Handwerk was Tolles ist, wofür man sich nicht schämen muss. Man kann auch ohne Abitur und Studium einen tollen Job ausüben. Mir liegt besonders viel daran, jungen Frauen zu zeigen, dass man heutzutage auch als Frau erfolgreich im Handwerk sein kann.“

Unsere erste Powerfrau kommt dir bestimmt bekannt vor – Aber klar! Denn Jule (20 Jahre aus Selfkant) ist auf vielen Plakatwänden und in der Werbung von Das Handwerk zu sehen ist.



Jule bringt ihr Handwerk in die Öffentlichkeit

Sie ist mit ihren 20 Jahren nicht nur schon angehende Meisterin im Tischlerhandwerk, sondern auch, seit 2018, Teil der Imagekampagne von “Das Handwerk” und engagiert sich hierbei als Ausbildungsbotschafterin.

Und nicht nur hier ist sie erfolgreich, sie wurde sogar gerade erst zur „Miss Handwerk 2020“ gewählt, im Wettbewerb „Germanys Power People“, und wird somit nun ein Jahr lang offiziell das Handwerk in Deutschland repräsentieren, gemeinsam mit ihrem Titelgewinner-Kollegen Mister Handwerk. Dazu gratulieren wir dir natürlich herzlichst, liebe Jule!


Jule hat die Passion Handwerk im Blut

Für Jule stand schon von Kindesbeinen an fest, dass sie eines Tages Tischlerin werden möchte – sie wurde ja quasi in diesen Beruf rein geboren.
Bereits als Kind wollte ich Tischlerin werden. Da mein Vater seine Tischlerei direkt neben dem Haus hatte, habe ich diesen Beruf früh kennen gelernt und hatte so die Möglichkeit, mit dem Werkstoff Holz zu arbeiten. Einblicke in den Arbeitsalltag habe ich ebenso früh bekommen.


Das Gefühl, am Ende des Tages ein Ergebnis zu sehen, welches man von Tag zu Tag perfektioniert, liebe ich und macht mich heute genauso glücklich wie früher

Jule

“Zu meiner Passion gehören Selbstbewusstsein und Vorbildfunktion

Die größte Herausforderung ist es sich so durchzusetzen, dass man so anerkannt wird, wie die Männer. Daraus entsteht natürlich die Möglichkeit sich zu beweisen und dass man wertgeschätzt wird. Als Frau hat man manchmal weniger Kraft, als die männlichen Kollegen. Dies ist allerdings auch nie ein Problem, da man sich gegenseitig gerne hilft. Als Frau im Handwerk bist du definitiv im Gespräch und bekannt,“ verrät uns Jule.

Mit ihrer Durchsetzungskraft und Leidenschaft für ihr Handwerk, behauptet sie sich nicht nur unter ihren Kollegen, sondern verschafft sich auch deren Respekt und den der Kunden. Das macht sie selbstbewusst und zu einem begeisternden Vorbild für andere junge Menschen.


Jules #girlsforgirls-Tipp

“Trau dich deinen Weg zu gehen. Wenn du ehrlich damit umgehst und dazu stehst, wird das von allen positiv aufgenommen. Und ich rate jedem, vor der Ausbildung ein Praktikum zu machen, um den richtigen Handwerksberuf zu finden.“

Foto: Jule Romney für “Das Handwerk”


Handwerkliches Arbeiten als Entwicklungspotenzial – unsere Expertin vom Handwerkerinnen Haus erklärt dir warum


Petra Supplie ist Vorstandsmitglied des Handwerkerinnenhaus Köln, einem Lern- und Bildungsort für Mädchen und junge Frauen mit vielen Projekten und Kursangeboten im Bereich Handwerk, und arbeitet als Tischlerin und Werkanleiterin für das Mädchenprojekt „Holly Wood“, einer Berufsorientierung für Mädchen in Handwerk und Technik.

So wirkt sich handwerkliches Arbeiten positiv auf deine Entwicklung aus:


  1. Die eigene Handlung wirkt direkt und das Ergebnis daraus ist sofort sichtbar und „anfassbar“.
  2. Das Arbeiten mit den Händen entspannt wunderbar den Kopf weil mensch sich auf die konkrete Sache konzentriert; andere, auch zum Beispiel emotional schwierig zu bearbeitende private Themen können erstmal ruhen.
  3. Die eigene Feinmotorik und die eigene Geschicklichkeit werden geschult. Es ist direkt erfahrbar, dass eine durch Übung immer besser wird und schönere Resultate erzielt. Auch die eigene Frustrationstoleranz wird durch diese Erfahrung erhöht.
  4. Freude und Stolz auf die eigene Arbeit machen glücklich und stärken das Selbstbewusstsein.
  5. Auch für das alltägliche Leben ist handwerkliches Knowhow sehr nützlich. Frau kann selber etwas reparieren oder zusammenbauen. Es gibt unzählige Situationen, in denen handwerkliches Geschick sehr nützlich ist und das Leben erleichtert. Mädchen und Frauen macht das selbstständiger und unabhängiger.


Petras Profi-Tipp für Dich, wie auch Du Dein eigenes Erfolgserlebnis im Handwerk haben kannst:

Nicht frustrieren lassen, wenn etwas nicht sofort klappt – einfach dranbleiben. Oft musst du auch nur Wissen, wie etwas geht und kannst das mit etwas Geschick dann selber umsetzen. Deshalb: Tipps einholen, fragen, wie es gemacht wird; sei es im Baumarkt, bei Handwerker*innen im Bekanntenkreis, im Internet oder in einem unserer Frauenkurse.”

Los geht’s!



Die großen Vorurteile zu Frauen im Handwerk


Jetzt hast du Jule kennengelernt und erfahren, warum sie ihr Handwerk liebt und unsere Expertin hat dir verraten, warum es generell Entwicklungsfördernd ist, selbst etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen.
Aber oftmals sind es nicht nur die #Passionchallenges, wie sie unseren Powerfrauen begegnet sind, warum so wenig Frauen im Handwerk arbeiten – sondern oftmals sind es auch Vorurteile, die davon abhalten, überhaupt erst diese Richtung in Erwägung zu ziehen. Eine der Vorurteile sind, dass Männer bessere Handwerker sind, Frauen können bei körperlich schweren Arbeiten nicht mithalten, weiterhin wäre die Toilettensituation schwierig sowie der Kinderwunsch von Frauen könnte ein Problem darstellen. Wie ist der Umgang mit Konflikten zwischen Kollegen, wie werden diese geregelt oder worüber sollen die Frauen mit all den männlichen Kollegen in der Pause reden? Das sind offensichtlich Fragen, die dieses männerdominierende Berufsfeld beschäftigt. (MyHammer). PUH! Wir finden: Hier ist noch viel Arbeit zu tun. Aber das sollte uns Frauen nicht davon abhalten, diesen Beruf trotzdem ausüben zu wollen. 😉


Was ist deine Antwort auf diese Vorurteile? Kannst du dir vorstellen einen handwerklichen Beruf auszuüben? Verrate es uns doch in den Kommentaren.


Im zweiten Teil der PassionWeek lernst Du zwei weitere junge Frauen kennen, die ihr Handwerk mit größter Leidenschaft ausleben.




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Kommentare

  1. Pingback: Mit meinen Händen erschaffe ich Großartiges - intombi

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