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How to be an Ally: 5 Tipps wie wir für die Chancengerechtigkeit aller aktiv werden können


Credit: Sofia Ganagina

Wir alle kennen das. Mädchen und Frauen sind oftmals tagtäglich Diskriminierung und Ungleichbehandlung ausgesetzt. Damit unsere Stimmen noch lauter zu hören sind und unsere Probleme und Herausforderungen gesehen werden, hilft es uns, wenn auch Männer sich für unsere Anliegen stark machen. Denn mehr Stimmen sind lauter! Doch viele Menschen sind von noch viel mehr Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen. Wie auch du dich für die Rechte von Minderheiten und diskriminierten Menschen stark machen und dich als ein Ally einsetzen kannst, erfährst du im Artikel.


Neben dem leider alltäglichen Sexismus und der fehlenden Gleichberechtigung von Frauen und Männern, gibt es unter uns auch Frauen und Mädchen, die noch mehr Diskriminerung erfahren und noch weniger Chancengerechtigkeit erleben. Dazu gehören beispielsweise Schwarze Frauen und Women of Colour, Frauen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen und homosexuelle und Trans-Frauen.


Was kann jeder von uns dagegen tun? Und: Was ist ein Ally?

All diese oben beschriebenen Frauen und natürlich auch Männer und nicht-binäre Personen, die Diskriminierungserfahrungen machen, brauchen Verbündete (engl. Ally), die sich für ihre Rechte stark machen.

Du kannst dich als Ally mit Betroffenen jeglicher Art von Diskriminierung verbünden.
Also beispielsweise mit Schwarzen Personen oder People of Colour, Menschen mit einer gesitigen oder körperliche Berhinderung oder auch mit Betroffene von Homo- und Transphobie. Zur Definition des Ally gehört auch, dass du selbst nicht Teil der diskriminieten Gruppe bist. Ziel einer Verbündeten ist es, soziale Gerechtigkeit herzustellen und Diskriminierung jeglicher Art die Stirn zu bieten. In diesem Video erfährst du noch weitere Infos.


Hier kommen 5 Tipps, um ein „guter“ Ally zu sein:

1. “Setze dich mit deinen eigenen Privilegien als nicht betroffene Person auseinander und reflektiere diese”. Diesen ersten Schritt empfiehlt euch Ann-Marie von der Caritas Gelsenkirchen

2. Frage die betroffenen Personen, was du für sie tun kannst. Da du (wahrscheinlich) niemals diese Art der Ausgrenzung erlebt hast oder erleben wirst, kannst du nicht wissen, wie sich das anfühlt und was dagegen helfen kann.Entscheide niemals über die Köpfe der betroffenen Personen was deiner Meinung nach zu tun ist. Menschen, die von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen sind, freuen sich sicherlich, wenn du offen fragst, ob und was du für sie tun kannst.



intombi for girls – Wer sind wir?


In unserem Online Magazin stellen wir euch jede Woche spannende und super starke junge Frauen und Projekte rund um eine Passion vor! Mädchen und junge Frauen schreiben ehrenamtlich für einander über Zukunftsträume, Herausforderungen und geben wertvolle Tipps, um sich gegenseitig zu inspirieren und zu supporten. Für einen erfolgreichen Start in die Zukunft – ganz nach unserem Motto #girlsforgirls !👭💕🌍 Auch deine Geschichte interessiert uns! Meld dich doch bei uns und werde Autorin deiner Lebensgeschichte – info@intombi.de



3. Akzeptiere, was dir die betroffenen Personen sagen. Deine Meinung zählt an dieser Stelle erstmal nicht. Stelle deine Interessen nicht vor die Interessen und Bedürfnisse diskriminierter Menschen. Es geht hier nicht um dich und wie gut es ist, dass du hilfst. Es geht um die Gefühle und Rechte der Personen, die ansonsten viel zu selten gehört werden.

4. Lege dir Argumente gegen rechte Hetze und Stammtischparolen zurecht. Wie dir das am besten gelingt zeigen dir Ann-Marie Bappert und Patricia Remy in ihrem kostenlosen Online-Workshop zum Thema “How to be an Ally” (Informationen, siehe unten)

5. Bleib dran. „Gute“ Verbündete setzen sich kontinuierlich mit Rassismus, Diskriminierung von behinderten Menschen, Homo- und Transfeindlichkeit und anderen Ausgrenzungen auseinander. Ally-sein ist keine einmalig vergebene Plakette, sondern erfordert eine fortlaufende Auseinandersetzung“ (Tupoka Ogette, Rassismuskritisches Alphabet)



Du möchtest noch mehr über das “Ally-Sein” lernen und so richtig aktiv werden? Dann mach doch bei diesem kostenlosen Online-Workshop mit. Ann-Marie (25 Jahre alt aus Gelsenkirchen) erzählt dir, um was es genau geht.



Ann-Marie arbeitet beim Caritasverband in Gelsenkirchen und bietet den “How to be an Ally” – Workshop an. Meld dich bei Interesse unter ann-marie.bappert@caritas-gelsenkirchen.de an.


Selbstverständlich gibt es noch viel mehr Tipps und Dinge, die in diesem Zusammenhang wissenswert und zu beachten sind. Da ich selbst niemals von Rassismus, Homo- und Transphobie oder Diskriminierung wegen einer Behinderung betroffen bin, soll dieser Artikel nur einen kleinen Überblick geben. Hör Menschen zu, die von solchen Diskriminierungsformen betroffen sind!

Maja – intombi Redakteurin


Saymyname_bpb Webvideoformat der Bundeszentrale für politische Bildung
Alice Hasters Autorin von “Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten”
Tupoka Ogette Trainerin und Beraterin für Rassismuskritik, Autorin von “Exit Racism”
Raul Krauthausen Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit
Aminata Belli Moderatorin (u.a. deep und deutlich)
Thelma Buabeng Schauspielerin und Gründerin des Kollektivs “BlackWomxnMatter”
Tarik Tesfu Moderator (u.a. deep und deutlich) und Netzaktivist
Hadnet Tesfai Moderatorin
Amelie Ebner klärt auf Instagramm über das Leben im Rollstuhl auf
Tebalou
positionieren sich für mehr Vielfalt im Kinderzimmer




Maja – intombi Redakteurin


Hast du auch noch Tipps zum Thema Allyship? Oder kennst du weitere interessante Personen und Initiativen, bei denen wir noch mehr dazu lernen können? Schreib sie uns gerne in die Kommentare!




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