Der Ratschlag einer großen Schwester: Was mir Sina Oberles Buch bedeutet


Lisa, aus dem intombi Team, sitzt am Fenster und liest Mädchensache, das neue Buch von Sina Oberle.
Lisa, aus dem intombi Team, sitzt am Fenster und liest Sinas Buch Mädchensache

Ich bin Charlotte und engagiere mich als Ehrenamtlerin im intombi online Magazin Team. Meine Passions sind unter anderem Frauengesundheit und Female Empowerment. Ich habe die letzten Wochen Sinas neues Buch “Mädchensache – Alles über deinen Zyklus, deine Periode und deine Sexualität” gelesen. Weil mich das Thema begeistert, will ich mit euch teilen was ich für mich mitgenommen habe.


Worüber geht es eigentlich?

Sina Oberle traut sich in ihrem 2021 erschienenen Buch an das komplexe Thema des Frau werdens heran. Schon in der Einleitung wird ihre Motivation deutlich: „Ich möchte dir wie eine große Schwester, die die Reise vom Mädchen zur Frau bereits durchlebt hat, mit Rat und Tat zur Seite stehen“. Und genau diese Worte setzt sie in ihrem Buch mit umfangreichen Wissen und liebevollen Ratschlägen um

Innerhalb von neun Kapiteln begebe ich mich auf die Reise, die Sina schon durchlaufen hat. Die Reise beginnt mit den weiblichen Geschlechtsorganen und der Biologie der Frau. Mit dieser Basis geht sie im Anschluss detailliert auf den weiblichen Hormonhaushalt – und den Unterschied zum männlichen – ein. Sehr ausführlich widmet sie sich der Periode und dem Zyklus, der durch unsere Hormone bestimmt ist. 


Was habe ich gelernt?

Sina führt das vier Jahreszeiten-Modell ein und zeigt wie wir uns in jeder „Jahreszeit“ – in jeder Phase unserer Zyklus – auch in unserem Verhalten an diesen anpassen sollten. Der Beginn der Menstruation geht möglicherweise auch mit der Erkundung der eigenen Sexualität einher. Dieses Thema spricht Sina offen an. Genau so geht sie mit den Themen Verhütungsmethoden und Geschlechtskrankheiten um.

Zum Abschluss erhalte ich hilfreiche Tipps zur ganzheitlichen Gesundheit, Umgang mit Symptomen und zur Selbstliebe. Als add on richtet sich Sina an Eltern, denen sie Mut zum offenen Austausch mit ihren Kindern machen will.

Sinas Buch gibt einen vollumfänglichen Einblick in das Erwachsenwerden des weiblichen Körpers. Auf rund 170 Seiten schafft sie es den LeserInnen das so umfangreiche Thema auf wenig relevante Punkte runterzubrechen – und das auch noch verständlich. 



Lisa, aus dem intombi Team, sitzt auf der Treppe und liest Mädchensache, das neue Buch von Sina Oberle.

“Ich möchte dir wie eine große Schwester, die die Reise vom Mädchen zur Frau bereits durchgelebt hat, mit Rat und Tat zur Seite stehen.” – Sina



Was hat mich besonders angesprochen?

Sehr gut gefällt mir, dass sie innerhalb jeden Kapitels die Kategorie „good to know“ dafür nutzt um  weitere Hintergrundinformationen zu geben. Während des Lesens hatte ich wirklich das Gefühl, dass Sina wie eine ältere Schwester zu mir spricht.

Genau das hat aber auch zur Folge, dass ich nicht immer ihrer Meinung bin oder mir ihre Aussagen zu wenig Spielraum für andere Meinungen lässt – was vermutlich daran liegt, dass sie und ich im ähnlichen Alter sind und ich eben meine eigenen Erfahrungen schon machen durfte. Besonders bei dem Kapitel zum Zyklus ist mir aufgefallen, dass ihre Ratschläge auf ihren eigenen Erfahrungen basieren. Hier würde ich mir mehr wissenschaftliche Belege wünschen, was gut oder weniger gut tut während der Periode, oder es sprachlich weniger bestimmend formulieren. Denn ich glaube, dass es kaum ein individuelleres Thema gibt, als den eigenen Zyklus und den Umgang damit.

Sina stellt in ihrem Buch ein Thema heraus, das mir auch selbst sehr am Herzen liegt: Selbstliebe. Dabei gibt sie Tipps, wie man dies praktizieren kann, sich von anderen Meinungen abgrenzen und weniger abhängig machen kann und wie man sich selbst etwas Gutes tut. Auch hier gilt herauszufinden, welche individuellen Bedürfnisse man hat. 


Mich hat das Thema gepackt! Was jetzt?

„Mädchensache“ reiht sich für mich in eine Vielzahl von Ratgebern ein, die junge Frauen im Heranwachsen unterstützen sollen. Bücher wie „Period Power“ von Maisie Hill oder „Women don’t owe you pretty“ von Florence Given bekamen ebenfalls in 2021 große Aufmerksamkeit.

Mein Fazit? Genau diese Bücher braucht es heutzutage um in den offenen Austausch zwischen Generationen zu kommen und das Thema „Periode“ und Entdeckung der eigenen Weiblichkeit zu enttabuisieren.


Hast du das Buch auch schon gelesen? Was hast du für dich mitgenommen? Schreib es uns in den Kommentaren! – dein intombi Team




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