Nutze deine Ressourcen

Tennis-Star und dann? So schafft Romy den Neuanfang



Kindheitstraum Tennisprofi – aber da war noch mehr


Tennis ist meine größte Passion. Ich habe mein Leben nach meiner Passion Tennis ausgerichtet. Eine ganz andere Passion ist gleichzeitig einen positiven Einfluss auf das Leben anderer Menschen zu haben. Ich habe in meiner Tenniskarriere immer wieder gemerkt, dass mir das liegt. Ich habe andere beim Spielen unterstützt oder angefeuert, ihre Fragen beantwortet, hab ein bisschen mental Coaching gegeben oder den Menschen ein gutes Gefühl vermittelt. Andere zu unterstützen hat mich schon mein ganzes Leben lang begleitet, obwohl das beim Einzelsport keine Rolle spielt. Bei mir steht daher neben dem Sport auch immer der Mensch immer im Vordergrund. Lies hier meine ganze Geschichte.


So kann eine Tenniskarriere beginnen

Seitdem ich 10 Jahre alt bin, spiele ich Tennis. Damals war der Auslöser damit anzufangen, dass meine Eltern immer viel Sport gemacht haben. Sie haben mich unterstützt und es hat mir auch einfach persönlich sehr viel Spaß gemacht. Durch ein Sportstipendium konnte ich später dann mein Studium in Amerika finanzieren. Nach dem Abschluss des Studiums stand ich vor der Wahl, ob ich in einen Job einsteige oder meinen Kindheitstraum wahr werden lasse und Tennisprofi werde. Ich habe mich damals aus Altersgründen dazu entschieden, dem Profi-Tennis nachzugehen. Zu einem späteren Zeitpunkt hätte es einfach vom körperlichen her nicht mehr funktioniert. Da ich schon Mitte 20 war, war ich auch so schon unter Zeitdruck.


Dein PassionCheck:

Du spürst genauso wie Romy, dass es da etwas gibt, was dir sehr liegt? Dann stell dir diese Fragen:

1. WAS FÄLLT DIR LEICHT? WAS BEGEISTERT DICH?

2. WOFÜR BEKOMMST DU LOB VON ANDEREN? WANN FRAGEN DICH ANDERE UM RAT?

Tipp: 1. Notiere die Antworten hierzu. 2. Diskutiere deine Gedanken mit einer Person deines Vertrauens.


Tennis anstatt Party – das hat mich richtig glücklich gemacht

Ich habe viel dafür aufgegeben, aber es hat sich nie so angefühlt als hätte ich etwas aufgegeben. Es hat mir all die Jahre viel Spaß gemacht. Ich weiß und wusste, dass ich mich durch meine Tennis-Laufbahn persönlich und körperlich über die Jahre immer weiter entwickelt habe. Einerseits habe ich gelernt Disziplin zu entwickeln und für etwas hart zu arbeiten. Andererseits musste ich an etwas glauben, vor allem an mich und an meine Fähigkeiten. Dadurch habe ich mir ein großes Selbstbewusstsein angeeignet, was viel Arbeit gekostet hat. Das Selbstbewusstsein ist nicht einfach so da. Kennst du das auch, wenn das Selbstbewusstsein fehlt? Ich musste es mir wirklich erstmal erarbeiten. Ich konnte auch oft nicht auf Partys gehen, weil ich trainiert habe oder am nächsten Tag einen Wettkampf oder ein Turnier hatte. Das hat sich für mich nie schlecht angefühlt. Viele konnten das in meiner Jugend nicht nachvollziehen, aber für mich war es das Tollste und das Größte, da viel Zeit zu investieren. 


Wenn die eine Passion der anderen widerspricht

Ich bin ein sehr emphatischer Mensch und unterstütze gerne andere. Im Einzelsport Tennis machte es mir diese Eigenschaft nicht leicht. Wenn man beispielsweise auf dem Platz steht oder ein Wettkampf stattfindet, dann möchte jede die Beste sein. Wenn die Gegnerin sich ärgert und traurig ist, dass sie verliert, dann fiel es mir oft schwer kein Mitleid zu haben. Das Ziel, was jede Spielerin erreichen wollte, ist, zu gewinnen. Es hat bei mir lange Zeit gedauert und mich herausgefordert, meine Gedanken zu akzeptieren. Ich musste mir erlauben, für meine Gegnerin mitfühlen zu dürfen, ohne aber dass es meine Performance beeinflusst hat. Das war wirklich eine große Herausforderung für mich, meine eigenen Gedanken zu akzeptieren.


Disziplin und Durchhaltevermögen als Must-haves

Die Ressourcen Disziplin und Durchhaltevermögen habe ich aus meiner Zeit als Tennisprofi mitgenommen. Auch wenn manche Situationen nicht leicht waren, trotzdem schnell wieder aufzustehen und weiter zu machen. Das sind wichtige Ressourcen, die ich in meinem privaten Leben und in meinem jetzigen Job nutzen kann. Einerseits um andere mit diesen Erfahrungswerten zu unterstützen. Andererseits um selbst davon zu profitieren, wenn ich in eine Situation komme, in der Disziplin und Durchhaltevermögen gefordert sind. Dann weiß ich genau, wie ich damit umgehen kann. 


Alte Ressourcen für die neue Passion nutzen

Heute arbeite ich als Coach für Unternehmen. Das bedeutet, dass ich alles nutzen kann, was ich aus meiner Tenniskarriere mitgenommen habe. Ich kann meine Erfahrungen sogar weitergeben und andere Menschen unterstützen sich weiterzuentwickeln. Meine Passion ist es, einen positiven Einfluss auf das Leben anderer Menschen zu haben. Ich bin glücklich, dass ich dies ausleben kann und andere auf ihrem Weg strahlen lassen kann. Persönlich bin ich nämlich eher eine Person, die im Hintergrund steht und andere Menschen nach vorne bringt.


Jede Begegnung ist Goldwert

Eine weitere Passion, die sich bei mir neu entwickelt hat, ist die Wissbegierigkeit. In meiner professionellen Tenniskarriere ist sie verloren gegangen, da der Fokus auf der körperlichen und mentalen Weiterentwicklung lag. Ich merke jetzt in meinem neuen Lebensabschnitt als Business Coach, dass es viele Informationen gibt, die ich selber aufsaugen möchte. Aus Gesprächen mit Unternehmen, anderen Coaches oder auch aus Büchern, Podcasts und Videos möchte ich mir neues Wissen aneignen. Das begeistert mich und ich habe es wieder neu für mich entdeckt. 


Reflektieren, was du wirklich willst

Ich möchte anderen Frauen mitgeben, dass sie an sich glauben sollen! Sei offen mit deinen Gedanken und Gefühlen. Lass sie von außen betrachten, um nicht in eine emotionale Spirale zu geraten. Nimm deine Emotionen, wie beispielsweise Traurigkeit oder Glück wahr, steiger dich, aber nicht rein. Nimm dich selbst zurück und reflektiere, warum du in diesem Moment die Gefühle empfindest und versuche sie zu akzeptieren. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit und nehmen uns oft keine Zeit für uns selbst. Um Sachen zu reflektieren und auf sich wirken zu lassen, ist das aber wichtig. Jede:r hat seinen eigenen Weg und sein eigenes Tempo. Achte bei dir darauf, was für dich richtig ist.


Dein PassionCheck:

Du musst genauso wie Romy eine Entscheidung treffen? Dann stell dir diese Fragen:

3. WOVON TRÄUMST DU MANCHMAL?

4. WIE WÜRDEST DU DICH ENTSCHEIDEN, WENN ALLES MÖGLICH WÄRE?

Tipp: 1. Notiere die Antworten hierzu. 2. Diskutiere deine Gedanken mit einer Person deines Vertrauens.

Du bist nicht alleine – such dir Austausch und Unterstützung

Es ist völlig in Ordnung, wenn du dir von außen in bestimmten Bereichen Unterstützung holst. Die Unterstützung kann von verschiedenen Personen erfolgen, wie beispielsweise von Psycholog:innen, Freund:innen, einem Coach oder der Familie. Es ist wichtig, dass du weißt, dass du nicht alleine deine Potenziale entfalten musst. Du kannst deine Emotionen mit anderen Personen teilen. Es ist für mich immer gut zu wissen, dass andere Menschen ähnliche Ängste und Gefühle haben, wie ich.



Eine weitere Sache, die ich dir gerne mitgeben möchte: Bau dir ein Umfeld auf, was dir gut tut! Dazu ist es wichtig zu reflektieren, wer dir gut tut und wer nicht. Stell dir dazu diese Fragen: Wo möchte ich hin? Wie komme ich dahin? Welche Personen möchte ich in meinem Umfeld haben, die mich auf diesem Weg begleiten?


intombi for girls – verpasse keine News mehr


In unserem #girlsforgirls Online Passion Magazin stellen wir euch jede Woche spannende junge Frauen, Projekte und wichtige Tipps, rund um ihren Weg zu ihrer Passion vor. Für einen erfolgreichen Start in die Zukunft – ganz nach unserem Motto #girlsforgirls !👭💕🌍

Gefördert wird diese Kolumne von der Stiftung der Sparda-Bank West. Die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West nimmt sich genau wie wir dem Thema Berufung von jungen Frauen an.



Was ist deine Passion? Wofür begeisterst du dich? Hast du auch einen Sport, der dich bewegt? Aus welcher alten Passion konntest du Ressourcen gewinnen? Wir freuen uns über deinen Kommentar!



Diese Artikel könnten dir auch gefallen:

Better Birth Control – Rita und Jana wollen die Verhütung für alle besser machen
Der Endometriose Stammtisch – ein Schutzraum für Betroffene
Marie Joan spricht auf Instagram über Feminismus & Gleichberechtigung

Teile den Beitrag auf Social Media

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Aktuelle Beiträge