Passion in Gefahr – Studieren in Coronazeiten


Annina sitzt an ihrem Schreibtisch. Der Laptop steht aufgeklappt auf dem Tisch. Vor ihr liegen Bücher und Aufschriebe.
Annina studiert seit einem Jahr von zu Hause aus

Ich bin Annina und Praktikantin bei intombi. Das Praktikum mache ich im Zusammenhang mit meinem Studium und ich hatte viel Glück, das mir dies trotz der Pandemie ermöglicht wurde. Studieren ist gerade eine besondere Herausforderung und so geht es nicht nur mir. Das hat auch unser Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erkannt und hat sich mit einer Rede an uns Studierenden gewendet. “Wenn eine Generation für diese offene Zukunft gewappnet ist, dann Ihre!”, versucht er uns Hoffnung zu geben und Mut zu machen. Erfahre in diesem Artikel welche Erfahrungen zur Zeit Studentinnen machen und wie sie in dieser besonderen Zeit ihr Studium meistern. Zudem gibt es Tipps für den Study-Alltag und Anlaufstellen in Krisensituationen.


Universitäten und Hochschulen waren mit die ersten Institutionen die geschlossen werden mussten als die Pandemie begann und die Studierenden sowie Dozent:innen mussten von heute auf morgen alles anders machen.
Seitdem findet alles online am Laptop statt und für viele Studierende ist dies eine große Herausforderung. Denn nicht nur alltägliche Veranstaltungen wie Vorlesungen und Seminare finden seither online statt, sondern auch die meisten Prüfungen wie Klausuren oder Vorträge. Von den Studierenden wird mehr Selbstständigkeit und Selbstdisziplin erwartet, denn durch das ständige zuhause sein ist die Möglichkeit nicht an Vorlesungen teilzunehmen viel verlockender.


In der falschen Erwartung, diese Pandemie schnell hinter uns zu lassen, hatten wir als Gesellschaft vielleicht zu wenig im Blick, was dieser harte und tiefe Einschnitt, dieses Ausgebremst sein für junge Menschen bedeutet, die voller Lust und Energie am Anfang ihres Lebens stehen […].

Bundepräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Rede am 12. April 2021

Dabei ist das Miteinander eines der besten Dinge am Studieren

Den meisten fehlt eine klare Struktur und ein normaler Alltag. Zudem steigt der Anteil an Studierenden mit psychischen Problemen denn durch den fehlenden Austausch und die Isolation, die mit der Pandemie einher geht, fühlen sich viele einsam. Besonders schwierig ist die Situation für die Erstsemester, denn diese hatten sicher ganz andere Vorstellungen und Wünsche an ihr Studium. Unter anderem können sie ihre Mitstudenten nur erschwert oder gar nicht kennenlernen. Dabei ist das Miteinander eines der besten Dinge am Studieren.


Mit fällt es gerade sehr schwer, dabei zu bleiben und Motivation für mein Studium zu finden

Megha – Studentin im Erstsemester

Megha studiert im ersten Semester in der Corona Pandemie

Megha ist 22 Jahre alt, studiert Media Engineering in Nürnberg und hat im Online-Studium ziemlich zu kämpfen: „Ich bin Erstsemesterin und neu ins Wohnheim eingezogen während der Corona-Krise. Ich habe psychische Schwierigkeiten und stabilisiere mich eigentlich durch Kontakt mit Freunden. Mir fällt es gerade sehr schwer, dabei zu bleiben und Motivation für mein Studium zu finden.“

Cr.: Valeska Rehm

Staatliche Hilfen für Studierende

Die Corona-Pandemie bereitet einigen Studierenden auch die Sorge, ob sie ihr Studium zum geplanten Zeitpunkt abschließen können. Denn viele konnten ihre Praktika oder Auslandssemester nicht antreten oder wurden von vorneherein nicht angenommen. Dazu kommen oft auch finanzielle Sorgen. Mittlerweile gibt es zwar finanzielle Hilfe vom Staat aber auch diese erreicht nicht alle.

  • Für die Studierenden die BAföG (Ausbildungsförderung) erhalten, kann dies verlängert werden, denn die meisten Studiengänge an staatlichen Hochschulen/Unis verlängern die Regelstudienzeiten um 2 Semester (Stand April 2021).
  • Außerdem gibt es seit Frühjahr letzten Jahres, Coronahilfe für Studierende vom Staat, diese kann man beim Bundesministerium für Bildung und Forschung beantragen. Hier bekommt man je nach Bedarf eine bestimmte Summe ausgezahlt, um durch die schwere Zeit zu kommen. Besonders ist die Hilfe für Studierende gedacht, die ihren Job bedingt durch die Pandemie verloren haben.  


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Die Herausforderung ein Praktikum zu bekommen ist fast unüberwindbar

Ida Büsch ist 20 Jahre alt, studiert International Relations und wohnt momentan in Berlin. Die Praktikumssuche während einer Pandemie stellt sich als schwierig heraus: „Es ärgert mich besonders, dass ich sehr lange nach einem Pflichtpraktikum suchen musste, und das muss ich jetzt leider im Home Office absolvieren. Außerdem vermisse ich das Campusleben, was meine Motivation sehr schnell dahinschwinden lässt. Viele meiner Kommiliton:innen haben gar kein Praktikum bekommen oder mussten ihr Auslandssemester kurzfristig absagen, wodurch es sein kann, dass sich ihr Studium verlängert. Die Uni versucht natürlich das zu vermeiden, aber man hätte natürlich trotzdem lieber das Wunschpraktikum gemacht, anstatt sich mit einer Notlösung zufrieden zu geben.


4 Tipps für das Studium im Home-Office und Beratungsstellen in Krisensituationen



Chancen in Coronazeiten? Und gibt es vielleicht sogar Vorteile?

Manche Studierenden sehen in der neuen Situation auch Chancen. Die Studierenden, die nicht in ihrem Studienort wohnen ersparen sich jetzt Fahrzeit und sind flexibler. Dadurch fällt es einigen leichter ihren Alltag zu planen und ihre Aufgaben zu erledigen. Diese neue Situation könnte dazu führen, dass vielleicht auch in Zukunft manches digitalisiert wird.

Meine Hochschule hat letztendlich dafür gesorgt, dass die Studierenden, die keinen Praktikumsplatz finden, ihre Bachelorarbeit vorziehen können. Zusätzlich bekommen wir immer wieder Tipps und Anregungen, per Email, welche Unternehmen Praktikant:innen nehmen würden und die Hochschule hat sich selber auch als Praktikumsplatz angeboten.



Wie war das bei euch die letzten Monate? Setzt sich eure Uni bzw. Hochschule in Zeiten von Corona für euch ein? Erzählt es uns gerne in den Kommentaren.




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Kommentare

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  1. Sina um 19:43

    Mir fällt es auch total schwer, mich auf die Uni zu konzentrieren. Daheim vor einem Laptop zu sitzen ist einfach nicht das gleiche, wie in einer Vorlesung. Zudem fehlt mir auch total der Austausch mit Kommilitonen und der persönliche Kontakt zu DozentInnen.
    Dennoch versuche ich irgendwie das beste daraus zu machen, auch wenn es einem schwer fällt.
    Ich hoffe das sich bald wieder alles zum Guten entwickelt und auch der normale Unialltag wieder stattfinden kann.

    • intombi Team um 8:15

      Wir wünschen dir ganz viel Durchhaltevermögen. Und hoffen für alle Studierenden, dass die Uni bald wieder wie gewohnt stattfinden kann und ihr alle das Studierendenleben, mit allem was dazu gehört, genießen könnt.

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