Aus dem Leben einer Au Pair

Meine 9 Learnings aus dem ersten halben Jahr als Au Pair in Holland


Aus dem Leben einer Au Pair

Hey ich bin Charlotte und seit einem halben Jahr als Au Pair in Holland tätig. Letztes Jahr habe ich mein Abi gemacht und gebe euch heute Antworten auf die neun wichtigsten Fragen über meine bisherige Zeit als Au Pair.


1. Was war schwierig im ersten halben Jahr als Au Pair?

Die Freude auf ein Auslandsaufenthalt ist immer sehr groß. Man ist so gespannt darauf, was man alles erlebt und Neues sieht. Wenn man dann einmal vor Ort ist, kann man sich garnicht entscheiden, was man zuerst tun und sehen möchte. Man möchte die Zeit gut nutzen und nichts verpassen. Ich musste erst einmal lernen, auch mal Nichts zu tun und die Zeit wirklich mir zu nehmen um Neues zu erleben und zu genießen, davon hat man viel mehr.

Neue Dinge zu sehen und zu erleben heißt gleichzeitig auch seine alten Strukturen und gewohnte Bubbles zu verlassen. Am Anfang kann das schon mal schwierig sein. Sich zurechtfinden und irgendwie seine eigene neue Struktur zusammenzubasteln.

2. Bei was bist du an deine Grenzen geraten?

Mir persönlich fällt es immer schwer neue Sprachen zu lernen und umso schwieriger finde ich es das Gelernte dann anzuwenden. Deswegen ist es jedesmal an der Kasse, im Cafe oder auf der Straße eine neue Herausforderung sich zu trauen und sich einfach mal aus zu probieren. Und bisher hat es sich immer gelohnt sich zu trauen. Die Menschen freuen sich über deine Bemühungen und helfen dir gerne mal aus.

Das Gedicht, was Charlotte gerade begleitet, ist aus „the sun and her flowers“ von Rupi Kaur.



3. Was hat dich begeistert?

Am meisten begeistern mich die Menschen und deren Leben hier. Es ist so interessant Menschen kennenzulernen, mit ihnen zu sprechen und mehr über sie zu erfahren. Das begeistert mich jedes Mal aufs Neue. Man gewinnt dadurch so viele neue Ideen, Tipps, Perspektiven und Motivation. Auch die Natur und Architektur – vielleicht die interessante Mischung zwischen den beiden – gefällt mir hier in Holland gut.

4. Was ist besser/schlechter als in deinem Alltag zuhause?

Ich habe nun viel mehr Zeit und weniger Stress ohne Schule. In einem weniger stressigen Alltag kann ich die Zeit viel besser nutzen und auch mit all meiner Aufmerksamkeit dabei sein. Das was ich tue mache ich nun aus einer ganz anderen Motivation und nicht nur halbherzig wie bei den Schulaufgaben damals. Also ist alles ein bisschen spaßiger. 😀


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5. Was hat dich überrascht?

Mich hat es überrascht, dass man doch auch etwas über sich selbst lernt, auch wenn es nur banale Dinge sind. Zuhause im vertrauten Umfeld hat man Hobbys, Dinge die man mag oder nicht mag. Wenn man dann in einem neuen Umfeld ist, überlegt man schonmal und hinterfragt “Mag ich das jetzt wirklich oder nur weil ich es immer mochte?”. Man verlässt sich also nicht mehr auf seine typischen Gewohnheiten.

6. Was würdest du dir für andere Au Pairs wünschen?

Ich wünsche anderen Au Pairs, dass sie eine tolle und passende Gastfamilie finden. Ich bin mehr als zufrieden mit meiner Gastfamilie und fühle mich super wohl hier. Darüber bin ich sehr froh, da man schon sehr viel Zeit mit ihnen verbringt.

7. Was hast du über deine Stärken und Schwächen gelernt?

Ich hab gelernt das man viele Stärken und Schwächen hat von denen man noch gar nichts weiß oder Schwächen die sich vielleicht doch als Stärken entpuppen. Deshalb fand ich es wichtig sich einfach mal auszuprobieren ohne viel Wert darauf zu legen was dabei herauskommt. Das Wichtigste ist, dass man Spaß daran hat. Man muss nicht besonders gut in einer bestimmten Sache sein, sie sollte gut für dich sein 🙂


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8. Was hast du über deine Werte gelernt?

Offenheit ist die Hauptsache. Einfach Leute anquatschen ohne voreingenommen zu sein. Wenn man einfach respektvoll, offen und gut miteinander umgeht, kann das einem schon mal den Tag versüßen. Hier in Holland trifft man meistens auf sehr liebe Menschen und wird schon auf der Straße mit einem Lächeln begrüßt obwohl man sich gar nicht kennt, das kannte ich vorher nicht.

9. Was nimmst du mit für deine Passion, Berufswahl, deine Zukunftsplanung?

Um ehrlich zu sein weiß ich immer noch nicht was meine Passion ist oder wie meine Zukunft aussieht. Aber ich habe gelernt, dass das auch garnicht schlimm ist. Mir ist es wichtig einfach auf mein Bauchgefühl zu hören und mich wohlzufühlen bei dem was ich tue. Man findet meistens immer einen Weg oder eine Lösung. Denn man kann mit seinem Leben soviel anstellen von dem man noch garnicht weiß, dass es einem gefällt. Eine Studiumwahl zu treffen ist auch nicht die final destination, nach und während des Studiums werden sich immer neue Türen öffnen und zu Not schadet es nicht auch mal wieder aus einer Tür zurück zu gehen. Deshalb mache ich mir da keine so großen Gedanken und lass alles in Ruhe auf mich zu kommen.

Du möchtest mehr über meine Beweggründe und Entscheidung nach dem Abi als Au Pair nach Holland zu gehen erfahren? Hier erzähle ich sie dir!






Könntest du dir vorstellen als Au Pair ins Ausland zu gehen? Erzähl es uns in den Kommentaren!




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Kommentare

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  1. Anna um 18:22

    Super reich an Info‘s 🥰 toller Artikel

    • intombi Team um 18:26

      Danke dir für dein Feedback. 🙂

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